Ich wünsche Mir von ganzem Herzen…Dein Inneres Kind

Weißt Du wer Ich bin? Wenn Du glücklich bist…dann bin Ich das. Wenn Du diese freudige Aufregung in Dir spürst…dann bin Ich das. Wenn Du diesen ganz ganz großen Wunsch, der Dir so am Herzen liegt in Dir spürst…dann bin Ich das. All diese Gefühle der Lebensfreude, der Begeisterung, der Lebendigkeit, der herzlichen Vorfreude bin Ich. Ich, Dein Inneres Kind.

 

 

Weißt Du noch, was wir damals in der Vorweihnachtszeit alles gemacht haben? Aus glänzender Bastelfolie, die auf der einen Seite Lila, oder Rot und auf der anderen Seite Gold war, haben wir Weihnachtsdeko gebastelt und Strohsterne…weißt Du noch, wie unglaublich viel Phantasie wir hatten und was für einen Spass das gemacht hat? Wir wollten ja auch, dass das Christkind sich so richtig wohlfühlt, wenn es dann in unser Haus kommt. Alles sollte glitzern und funkeln, wie eine riesige Schatzkiste und wir haben Weihnachtslieder auswendig gelernt. Kannst Du Dich noch an unser Lieblings-Weihnachtslied erinnern? Hmm, mir fallen grade wieder sooooo viele ein….Stille Nacht, Morgen Kinder wird’s was geben, Oh Tannenbaum, Kling, Glöckchen…

 

 

Wir haben Plätzchen gebacken, geholfen den Teig auszurollen und dann mit den tollen Förmchen Sterne, Tannenbäume und Herzchen ausgestochen…und alles hat so toll nach Weihnachten gerochen. Weißt Du noch, wie wir diese Zeit geliebt haben? Es war die schönste Zeit im ganzen Jahr, nicht nur weil es Geschenke gab, sondern weil wir uns alle auf den Heiligen Abend vorbereitet haben, die ganze Familie.

 

 

Und dann…das aller-, aller-, allerwichtigste…unseren Wunschzettel zu machen. Nicht nur zu schreiben, sondern zu basteln, zu bemalen.  Erinnre Dich an Löwi, weißt Du noch wann wir Löwi das erste Mal gesehen haben? Wir waren mit Mama und Papa in einem Spielzeugladen und da lag ein Katalog, den haben wir mitnehmen dürfen und als wir Zuhause waren, sind wir in unser Kinderzimmer gegangen, mit einer Tasse warmen Kakao, haben den Katalog in aller Ruhe, wie die Erwachsenen, durchgesehen. Da waren so viele tolle Spielzeuge, Puppen und Stofftiere drin…und dann, dann haben wir den kleinen Löwen gesehen, weißt Du noch wie wir gestrahlt haben, als wir ihn sahen, ganz ganz aufgeregt waren wir da…und eine Stimme hat gesagt:“Das ist er. Der gehört zu mir. Den wünsche ich mir sooooo sehr vom Christkind.“ Aber wir wussten damals auch schon, dass unsere Eltern uns die Geschenke holen…das war aber egal…denn die Vorstellung, dass es da noch was Größeres gibt, sowas strahlendes, wie ein Engel…das war so schön.

 

 

Am nächsten Tag haben wir uns einen bunten Fotokarton besorgt und ein Blatt, denn jetzt war es ganz wichtig, dass wir einen super tollen, einzigartigen Wunschzettel basteln, der dem Christkind sofort ins Auge fallen würde. Dann haben wir einen dicken roten Filzstift genommen und oben auf das Blatt geschrieben…

 

 

„Liebes Christkind, ich wünsche mir von ganzem Herzen diesen kleinen Löwen. Ich möchte auch gar nichts anderes mehr, denn dieser kleine Löwe ist mein größter Wunsch. Bitte liebes Christkind, ich verspreche Dir, ich werde immer gut auf ihn aufpassen und mich um ihn kümmern, wenn er mal krank ist. Er hat es wirklich gut bei mir und in meinem Bett auch viel Platz zum schlafen und er ist auch nicht alleine, wenn ich in die Schule gehe, denn ich habe doch mein Puppenjulchen, die dann da ist. Bitte liebes, gutes Christkind. Deine Kirsten“

 

 

Uhi, das fühlte sich richtig gut an, als wir diesen Text geschrieben haben. Ja, Mama oder Papa müssen nochmal lesen wegen Fehlern, also schnell runter und Mama fragen, damit wir weitermachen können. Mama hat die Fehler korrigiert, ganz ganz schnell ging das. Dann haben wir eine Schere, Klebe und Weihnachtsaufkleber mitgenommen und uns gleich ans Werk gemacht. Zuerst den richtigen Text auf ein neues Blatt geschrieben und ganz doll konzentriert, damit nicht schon wieder so ein blöder Rechtschreibfehler reinrutscht. Aus dem Katalog haben wir mit der Schere den kleinen Löwen ganz vorsichtig ausgeschnitten, dann auf die Rückseite Klebe draufgemacht und auf den Wunschzettel geklebt…die Weihnachtsaufkleber drauf und noch an die Seite einen Weihnachtsstern, einen Tannenbaum und das Christkind gemalt. Hoffentlich erkennt es sich auch wieder.  Den Wunschzettel haben wir dann, als er richtig fertig war, Mama gegeben, damit sie das mit dem Christkind bespricht…und dann haben wir gewartet. Erinnerst Du Dich, wie sehr wir uns gefreut haben, wenn dann wirklich die Puppe, die wir uns so sehr gewünscht haben unter dem Weihnachtsbaum lag?

 

 

Damals waren wir ja abhängig, dass die Erwachsenen uns unsere Wünsche erfüllen. Aber jetzt, jetzt bist Du, sind wir groß und jetzt kannst Du, meine liebe Innere Mama/Papa mir doch meine Wünsche erfüllen, oder glaubst Du dass ich jetzt diese Wünsche nicht mehr haben darf? Letztes Jahr hast Du mich ja ganz ganz deutlich gespürt, oder? Komm wir erzählen den Großen und ihren Kindern mal, was da passiert ist und Du darfst jetzt auch mal als Große schreiben. Aber nicht so viel…

 

 

Hallo ihr wundervollen kleinen und großen Leute. Von ganzem Herzen vielen Dank an Dich, meine Kleine Kiki, für diese wundervollen Erinnerungen und die Erlaubnis jetzt auch mal was dazu zuschreiben.

Letztes Jahr, ich glaube es war so Mitte Dezember, sah ich in einem Laden ein traumhaft schönes Einhorn und bei dem Anblick nahm ich genau diese Gefühle in mir wahr, als ich damals den kleinen Löwen in dem Spielzeugkatalog gefunden habe. Der Karton strahlte mich förmlich an, mein Herz fing ganz wild an zu schlagen und ich hörte in dem Moment in mir diese Stimme

 

 

Kiki: “Ohhhhhhhhh, ist das süüüüüüss. Das wünsche ich mir so sehr! Bitte, bitte.“

Für mich war ganz klar, dass ist meine Kleine Kiki, die von diesem Einhorn so verzaubert war und sich jetzt ganz deutlich bei mir bemerkbar machte. Ich spürte diese Freude, diese Begeisterung, dieses Gefühl, dass ich als Kind hatte, wenn ich genau die Puppe, oder das Stofftier gefunden hatte, was ich so gerne bei mir haben wollte. Dieses Gefühl ist so wertvoll und so wunderschön, denn es ist grenzenlos, strahlend. In Bruchteilen von Sekunden kamen mir all die wundervollen kindlichen Erinnerungen an die schöne Weihnachtszeit. Im gleichen Moment gab es dann eine andere Stimme in mir

 

 

Kirsten (Innere Mama): „Ach, nee. Das ist erstens viel zu teuer und ich bin eine 45jährige Frau. So ein Blödsinn. Was soll ich denn damit? Was wird mein Schatz dann von mir denken? Ach herrje, mein Paps ist ja auch Weihnachten bei uns. Der hält mich doch für bekloppt, wenn ich da ein Einhorn auspacke. Oder ich packe es später aus, wenn es keiner sieht? Eigentlich brauche ich es ja gar nicht auspacken, denn ich packe es ja auch nicht in Geschenkpapier. Aber es ist fast um die Hälfte reduziert.“

Du siehst es war nicht so einfach mich zu entscheiden. Dann meldete sich wieder meine Kleine Kiki zu Wort:

Kiki: „Ich würde mich soooo freuen, wenn ich dieses süße Einhorn bekomme. Ich möchte es auch schön eingepackt haben, mit Schleifchen, denn ich liebe das Auspacken und außerdem können wir ja auch vorher zusammen einen Wunschzettel basteln…Habe ich das denn nicht verdient? Du hast doch jetzt Geld dafür. Du gibst für so vieles Geld aus, warum denn nicht mal für mich? Bin ich Dir das nicht wert? Hast Du mich denn nicht lieb?“

 

 

Doch…ich habe Dich sehr, sehr lieb, meine Kleine Kiki. Du bist das wertvollste und wundervollste in Meinem Leben, in Mir, das spürte ich so deutlich und alles was meine Kleine gesagt hatte, ließ eine so große Vorfreude in mir entstehen. So beschloss ich dieses Einhorn jetzt nicht mitzunehmen, stattdessen aber auf direktem Weg in einen Bastelladen zu fahren, denn jetzt gab es viel zu tun. Gesagt, getan. Ich ging in den Laden und spürte in mir ganz klare Anweisungen von meiner Kleinen.

Kiki: „Wir nehmen den grünen Karton, denn das ist die Farbe vom Tannenbaum und die goldenen Aufkleber hier…und da vorne sind Buchstaben, die glitzern. Haben wir denn Klebe Zuhause? Wann fangen wir an?“

 

 

Ich kaufte alles ein, fuhr mit noch mehr Vorfreude zurück. Am nächsten Tag nahm ich dann ein Blatt Papier, malte waagerechte Linien darauf, damit die Schrift auch schön grade war, klebte das Papier auf den Fotokarton. Dann kam wieder diese kleine Stimme:

Kiki: „Das sieht schon toll aus. Was schreiben wir denn jetzt mal? Hallo liebes Christkind? Und denk dran keine Fehler machen, sonst müssen wir alles nochmal schreiben.“

Kirsten (Innere Mama): „Möchtest Du schreiben? Ich bin die Große und passe auf, dass wir keine Rechtschreibfehler machen…und wenn doch, dann schreiben wir den Brief an das Christkind nochmal, das ist gar nicht schlimm.“

 

 

Ich nahm den roten Filzstift in die Hand und schon beim ersten Wort bemerkte ich, dass ich in meiner alten „Kinderschrift“ schrieb, ganz langsam und mit viel Schwung in den einzelnen Buchstaben. Es war so eine wundervolle Erkenntnis, denn es fühlte sich in dem Moment wirklich an, als ob meine Kleine schreiben würde. Wir malten noch ein paar weihnachtliche Bildchen dazu, verzierten den Brief an den Rand mit goldenen Aufklebern. Ich suchte im Netz ein Bild von unserem süßen Einhorn Mädchen, druckte es aus und nachdem wir es ausgeschnitten hatten, klebten wir es unten auf den Wunschzettel, damit das Christkind auch ganz ganz sicher das richtige bringt. Wie unser Wunschzettel aussah, siehst Du hier auf dem Bild.

 

 

Jetzt möchtest Du bestimmt wissen, wie es danach weiter ging…, oder? Wie habe ich mich entschieden? Haben wir das Einhorn Mädchen vom Christkind bekommen? Wenn ja, wie hat meine Familie drauf reagiert?

Wenn Du wissen möchtest, was danach passiert ist und es Dich interessiert welche wertvolle Erfahrung ich dadurch gemacht habe, würde ich mich über Deinem Kommentar hier freuen.

Wie bist Du mit dieser wahren Geschichte aus meinem Leben in Resonanz gegangen? Was hat das mit Dir gemacht? Wie hast Du Dich gefühlt? Welche Erinnerungen kamen in Dir hoch? Ich freue mich sehr auf Deine Wahrnehmung.

 

9 Kommentare
  1. Sabine Grabowski
    Sabine Grabowski says:

    So eine zauberhafte Geschichte. Ich und meine Kleine haben sie mit Begeisterung gelesen. Sie fragt ob es Löwi noch gibt und will unbedingt, sofort, gleich, wissen wie es weitergeht. Ich, die Große übrigens auch
    Ich konnte richtig die Magie, die Weihnachten für Kinder hat, spüren. Vor allem bei den Sternen aus 2farbiger Folie fühlte ich mich total in meine Kindheit zurück versetzt und fühlte die Aufregung und freudige Ungeduld, diese unbändige Vorfreude. Lieben Dank ❤️ und jetzt sag uns SOFORT wie es ausgegangen ist

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  2. Mary
    Mary says:

    So schön, danke für deine wundervolle Geschichte. Ich kann mich kaum an diese Zeit erinnern, da mein Bruder 2 Jahre im Krankenhaus lag und die kleine Nane sic immer so alleine fühlte. Momentan laufen mir die Tränen und ich fühle mich so, wie damals: verängstigt, traurig und voller Schmerzen, die ich heute wieder sehr stark habe.
    Aber ich werde ja mit dir, liebe Kirsten, bald weiter arbeiten und es wird besser, ich fühle es. und einen schönen 1. Advent ❤️

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  3. Petra
    Petra says:

    Eine wunderschöne Geschichte. Sie hat mich sehr berührt, denn ich habe vor einer Woche zu meinem 60 Geburtstag eine Einhornparty gegeben.
    Alle freunde und die ganze Familie waren berührt von dieser Feiner und jeder brachte etwas.mit was mit Einhörnern zu tun hatte.
    Und ich schwöre es waren echte Einhörner anwesend.
    liche grüße
    Petra Kappe

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  4. Rebecca
    Rebecca says:

    Danke für Deine Authentizität!❤️
    Ich kann leider nicht auf solche Erfahrungen aus meiner Kindheit zurückgreifen..
    Aber hey, ich kann das hier und jetzt verändern! Danke für das, was Deine Geschichte mit mir macht!

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  5. Manuela
    Manuela says:

    So schööööön , ich hab mich in das vorweihnachtliche treiben meiner Kindheit zurück gesetzt gefühlt. Den Duft von Plätzchen und Tannen gerochen, den Geschmack von heißem Kakao auf der Zunge gehabt. Für ein Einhorn ist man nie zu alt, vielleicht schreibe ich auch einen Wunschzettel ans Christkind. Danke für die schöne Geschichte, bin schon gespannt wie es weitergeht

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  6. Kathrin
    Kathrin says:

    Liebe Kirsten,
    Vielen lieben Dank für deine Geschichte, die mir heute morgen ein breites inneres Lächeln gezaubert hat. Die Weihnachtsmagie war sofort da und schenkte mir ein wohliges Gefühl – lieben Dank dafür. Und es hat mich angeregt mich mit meinen Lieben über ihre Erinnerungen und Erfahrungen auszutauschen, welche wunderbarer Impuls von dir.

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  7. Kerstin
    Kerstin says:

    Wie schön. Ich möchte unbedingt wissen wie es weiter geht. Die Sterne aus zweifarbiger Folie kenne ich auch noch aus meiner Kindheit. Und vor 3 Jahren haben meine Zwillinge genau solche Sterne gebastelt. Eine Seite rot und eine Seite Gold. Die hängen seitdem jedes Jahr an unserer Bürotür. Wunschzettel haben wir auch schon alle geschrieben. Bei uns wird der Wunschzettel immer in den Nikolausstiefel gesteckt. Der nimmt den Wunschzettel dann mit und leitet ihn weiter.

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  8. ANNETTE
    ANNETTE says:

    Danke für diesen wundervollen Text. Ich habe Bilder vor Augen, wie ich mir meiner Mama Plätzchen gebacken hsbe und mit Papa gebastelt habe. Unseren Adventskranz von dem ich jeden Sonntag die Schoko Sterne naschen durfte und wie wir am Abend gesungen haben. Mir kommen fast die Tränen. Schöne lange verdrängte Erinnerungen. Meine Kleine sieht gerase wie sehr sie doch geliebt wurde. Die große Annette freut sich darauf dies Traditionen auch weiterhin mit ihren Kindern zu leben. Gerade habe ich den Adventskranz aufgebaut. Wie schon als Kind genieße ich jetzt die Ruhe und spiele mit meiner Familie Brett und Kartenspiele und nachher wird gebacken.

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  9. ANNETTE
    ANNETTE says:

    Danke liebe Kirsten für die Geschichte. Meine Kleine zeigt mir seid Tagen den Weihnachtsmarkt. Wir fahren auf jeden Fall hin und freuen uns ganz doll. Ich geniesse dieses Jahr die Adventszeit mit allem drum und dran und spule nicht nur das Programm ab.

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